2016 haben Paula und Anton zum ersten Mal erfolgreich gebrütet. Von den insgesamt drei gelegten Eiern war jedoch nur eines befruchtet und im Mai 2016 hat unsere Kiki das Licht der Welt erblickt.
Die anfängliche Aufzucht durch die beiden unerfahrenen Elterntiere verlief absolut problemlos und aus Kiki ist ein kräftiges und gesundes Küken geworden. Nach ca. 50 Tagen ist es das Unglück dann passiert. Was genau passiert ist, kann ich nicht sagen, aber Kiki wurde durch die Alttiere im Nest am Schnabel schwer verletzt.
Aufmerksam wurden wir durch das extreme Geschrei im Papageienzimmer. Eine Nachschau im Nest hat gezeigt, dass Kiki am Schnabel augenscheinlich gebissen wurde und stark geblutet hat. Nachdem wir die Wunden versorgt haben, haben wir zunächst versucht, Kiki zurück ins Nest zu setzten.
Leider wurde sie erneut von den Alttieren stark gebissen, so dass wir sie in die Handaufzucht genommen haben.
Der erste Weg führte uns also zu Dr. Zinke und dort gab es zum Glück Entwarnung. Der Schnabel hatte zwar deutlich sichtbare Verletzungen, jedoch waren die nur äußerlich, so dass Kiki problemlos Nahrung aufnehmen konnte und auch keine bleibenden Schäden zurückbehalten wird.
Genau das war jedoch das Problem, denn Kiki war fest entschlossen, lieber zu sterben, als den ihr angebotenen Futterbrei zu schlucken. Wir mussten die Kleine fast zwei Wochen lang mehrfach am Tag zwangsernähren, bevor ihr Lebenswille zurückgekehrt ist und sie sogar angefangen hat, selbständig Nahrung zu sich zu nehmen.
Eine erneute Vergesellschaftung mit den Alttieren war leider nicht mehr möglich, da insbesondere Paula extrem aggressiv auf Kiki reagiert hat und wir ihnen nur unter Aufsicht gemeinsamen Freiflug gönnen konnten.
Nachdem Kiki futterfest war, hatten wir das Glück, dass sich ein erfahrener Züchter für sie interessiert hat. Kiki ist jetzt mit einem etwa gleichaltrigen Hahn vergesellschaftet und nach Aussage des neuen Halters haben die beiden Jungtiere sich schon innerhalb der ersten Tage gegenseitig das Gefieder geputzt.

Wir wünschen Kiki in ihrem neuen Heim alles Glück dieser Welt für ein gesundes, glückliches Leben.

2017 hatten Paula und Anton ein Gelege mit drei Eiern, von denen zwei befruchtet waren. Anfang Juni sind Floh und Boje im Abstand von zwei Tagen gesund und munter geschlüpft. Die Aufzucht durch Paula und Anton verlief relativ problemlos. Erst als es in der Nisthöhle ein wenig eng wurde, kam es kurzfristig zu kleinen Streitereien zwischen Paula und Anton, wenn dieser sich mit in das Nest zwängen wollte.

Nachdem beide Küken das Nest verlassen haben, ist auch wieder Ruhe eingekehrt. Uns ist hierbei aufgefallen, dass Anton sich in unserem Beisein fast ausschließlich um den kleinen Hahn Boje gekümmert und diesen gefüttert hat, während Paula ihre Fürsorge gleichmäßig auf beide Küken verteilt hat.

Nachdem die Ergebnisse der DNA Untersuchung feststanden, hatte sich unsere Vermutung auch bestätigt. Bei Boje handelt es sich um einen kräftigen Hahn, während Floh eine etwas zierlichere Henne ist.

Vom Charakter unterscheiden sich beide Jungtiere gewaltig. Während Boje sehr neugierig und zutraulich ist und sich auch anfassen lässt, ist Floh eher schüchtern dem Menschen gegenüber und nähert sich nur für Leckereren.